Geschichte

1936

Unsere Abteilung wurde im Jahre 1936 von Pfarrer Karl Scheuber gegründet. Als ersten Abteilungsleiter stellte die Altdorfer Abteilung freundlicherweise Josef Müller, heute Pfarrer in Zürich, zur Verfügung. Die vorgesehenen Gruppenführer, Gustav Truttmann, Dorf, und Hermann Arnold, Farb, wurden vorerst in ein Lager der Altdorfer Pfadi ins Meiental geschickt, wo sie eine Kostprobe der Pfadfinderei bekamen. Die Abteilung zählte damals zirka ein Dutzend Pfader. Die Begeisterung war so riesig, dass manchmal zweimal in der Woche eine Übung durchgeführt wurde.

1937

Im Jahr 1937 wurde auf dem Urnerboden das erste Sommerlager durchgeführt. Mit einfachen Mitteln und nur zwei Zelten genossen die «Tellensöhne» auf dem Urnerboden eine herrliche Zeit.

1938

Im Jahre 1938 reiste eine Delegation der Abteilung Tell vom 25. Juli bis 3. August ans BULA in Zürich. Auf einer Waldlichtung im Adlisberg schlugen 7000 Pfadfinder aus der ganzen Schweiz ihre Zelte auf.

1939

Im Sommer 1939 lagerte die Bürgler Pfadi zum zweiten Mal auf den Urnerboden. 1939 wurden die Bürgler Pfadfinder sogar im Rahmen der Kriegsmobilmachung für den Meldedienst eingesetzt. Wie dem Harschhorn aus dieser Zeit zu entnehmen ist, haben die Bürgler diese Aufgabe mit viel Freude und Stolz erfüllt.

1940

1940 führten die fleissigen Tellenbuben auf dem Weissenboden bei Bürglen ein Arbeitslager durch. Man half den Bauern beim Heuen und machte sich nützlich bei Aufbau- und Reparaturarbeiten. Natürlich war das jährlich stattfindende Sommerlager nicht die einzige Aktion im Pfadibetrieb. Nebst den regelmässigen Abteilungsübungen wurde von der Pfadi auch der alte Volksbrauch der Dreiköngssänger gepflegt.

1941

1941 trafen sich die Urner Pfadfinder in Bürglen zu einer Weihnachtsfeier. Als weitere Höhepunkte dürfen sicherlich auch der Skitag auf dem Haldi und das Sommerlagerauf dem Rigiberg aufgeführt werden. Nach 1941 wurde es in Bürglen in Sachen Pfadibewegung still. Noch 1942 (Ort unbekannt) und 1945 (Rigi) wurde je ein Sommerlager durchgeführt, dann aber war nichts mehr los. Erst 1959 kam es zur Neugründung, zu neuen Aktivitäten.

1959

Nach langem Unterbruch wurde im Frühling 1959 die Abteilung Wilhelm Tell wieder ins Leben gerufen. Verantwortlich dafür waren Ruedi Geisser (Lehrer in Bürglen), der gleichzeitig auch in Altdorf als Führer tätig war, und Kommissar Karl Scheuber. So fanden auch die ersten Übungen, an denen etwa zehn Bürgler Buben teilnahmen, und das Sommerlager in Sarone gemeinsam mit den Altdorfern statt. Ein Jahr später löste sich die Abteilung Wilhelm Tell, unter der Leitung von Ruedi Geisser, von St. Martin Altdorf. Die Zahl der Aktiven stieg auf 30 an, und zu den bisherigen Fähnli Fuchs und Hirsch wurde ein drittes, Spatz, ins Leben gerufen.

1960

Höhepunkt war bestimmt das Sommerlager vom 11. bis 23. Juli 1960 in Wildhaus, an dem auch Präses Bruno Frei teilnahm.

1961

Im Jahr 1961 wurde in Bürglen ein Pfadi-Unterhaltungsabend geboten, und im Januar fand im Skilager im Skihaus Edelweiss auf dem Biel statt.

1962

Auch 1962 organisierte die Abteilung wieder in Skilager auf dem Biel; 20 Buben nahmen teil. Besonders aktiv waren um diese Zeit Wisi und Heinz Aschwanden, Werni Gisler, Peter Walker, Franz Arnold, Sepp Bissig, Klaus Arnold, Josef Tresch, Hans Strebel und Kurt Unternährer. Im April wurde eifrig Papier gesammelt, und unter der Leitung von Ruedi Müller wurde ein Theater («Sieben auf einen Streich») eingeübt und aufgeführt.

1963

Januar 1963 fand das schon zur Tradition gewordene Skilager auf dem Biel statt. Ein wichtiges Ereignis war auch die Einrichtung des Pfadilokals im Meierturm.

1964

Nach einer langen Pause wurde die Arbeit erst im Herbst 1964 wieder aufgenommen. Ende Dezember und anfangs Januar fand das Skilager auf dem Biel statt. Das Wetter war prächtig, doch die Schneeverhältnisse liessen zu wünschen übrig. So war es möglich, dass am 2. Januar die ganze Gesellschaft eine Wanderung auf den Rossstock unternahm.

1965

Höhepunkt des Jahres 1965 für die Bürgler Pfader war das fünftägige Wanderlager mit ca. 20 Teilnehmern: Etzlihütte – Chrüzlipass – Disentis – Plata – Santa Maria – Passo del Uomo – Ritomsee – Airolo. Im Führerteam waren Ruedi Geisser, Bruno Frei, Peter Walker, Wisi Aschwanden, Werni Gisler und Franz Arnold. Als Venner wirkten Rémy Müller, Otti Arnold, Sepp Arnold und Gody Gisler.

1966

Von 21. bis 31. August 1966 fand in Valle Altanca das Sommerlager statt. Jene Geisternacht, mit Werni Gisler als Geist bleibt allen unvergessen.

1967

Gestartet wurde ins Jahr 1967 mit UNBBRB 67, das heisst der dreimonatigen Unternehmung Berg-Bobrennen Bürglen 1967. Fünf Pfader pro Fähnli konnten ein Spezialabzeichen machen, ein Sekretär, zwei Schlosser, zwei Schreiner. Es wurde gezeichnet, geschraubt und geschreinert, bis am 2.März im Rahmen eines Abteilungsfestes der erste Bob feierlich enthüllt wurde. Auf dem Haldi fand das kantonale Skirennen statt. Freudig nahmen die Bürgler den Totem mit nach Hause. Die Neuen des Jahrgangs 1957 wurden im April aufgenommen. Die neuen Venner und Jungvenner hiessen: J. Schuler, F. X. Schuler leiteten das Fähnli Fuchs, Kusi Gisler „Bitzi“ und HR Gisler das Fähnli Spatz, W. Schuler und W. Trachsel das Fähnli Pinguin, Markus Gisler und Toni Arnold das Fähnli Hirsch. Letztmals führte Ruedi Geisser ein Wanderlager durch. Es fand vom 7. bis 12. August mit 10 Buben statt. Die Route führte von Bürglen über den Surenenpass nach Engelberg, über den Juchlipass ins Melchtal, dann ins Flüehli und nach Sarnen und von dort zurück nach Bürglen. Im Herbst trainierten die Pfader ausgiebig OL. Auch fand das Kantonal-Fussball-Turnier statt. Die Bürgler Gruppe gewann das Turnier.

1968

Im Frühjahr 1968 ruhte der Betrieb, weil der Abteilungsleiter Peter Walker die RS besuchte.Von 8. bis 20 Juli campierten wir in Tschamut, bei Schnee und Sonnenschein, Wir Pfader im Zelt, die Blauringmädchen im Haus. Dreizehn Führer und Pfader machten unter anderem eine Wanderung auf den Piz Badus, nahmen an einem Nacht-OL und einer Lagerolympiade teil. Im Herst übten die Pfader Sketches ein, die sie dann am 7. November, zusammen mit Peter Gumanns Lagerfilm und dem Lagerlied: «An den Ufern des Schächentalrivers» von Präses J. Suter vorführten.

1969

Das Unterhaltungsabend-Programm der Pfadi Bürglen 1969 wurde von Wisi Telli gestaltet, und er übte es mit Pfadern ein. An drei Abenden (10. bis 12 Januar führten wir das Programm vor; eine Festwirtschaft, eine Bar, eine Kafeestube und eine Bierschwemme wurden von uns betrieben, Aus dem Programm: Lagerfeuer- Fernsehszenen wurden aufgeführt, so „Dopplet oder nüt“ mit Markus als Mäni, die Beat-Band aus Bürglen spielte, die Akrobatinnen Alice und Rita Aschwanden traten mit ihrem Programm „Blue moon“ auf, begleitet vom Werni-Gisler-Sextett, die Clowns Kari und Häbi, The Duck Girls, Igfriirä und der kleine Barbierjunge wurde gespielt. Aus dem Erlös dieser Unterhaltungsabende konnte die Pfadi vier Spatzzelte anschaffen. Ganz spannend verlief auch der Urner Pfadiskitag am 9. Februar 1969. Bei den Pfadern gewann Walter Schuler. Dritter wurde Kari Schuler und Sechster Seppi Trachsel. Die Bestzeit von Walti Schuler betrug 38 Sekunden, sie wurde aber nicht anerkannt. Er musste am Schluss nocheinmal starten, und verbesserte seine Bestzeit auf 36,4 Sekunden. Im Frühling fanden noch einige Anlässe statt, unter anderem das Winterlager des Fähnli «Spatz» in Aesch, eine Velotour nach Bauen oder die Papiersammlung. Die abteilungseigene Zeitung, redigiert von Otti Arnold erschien 4 mal.

Am Samstag, 5. Juli, radelten 30 Pfader mit dem Velo nach Schüpfheim ins Lager. Das Lager leitete Peter Walker zusammen mit Otti Arnold. Leider mussten zwei Venner mit Hirnhautreizung ins Spital eingewiesen werden. Auch war die Rattenplage im Lager sehr schlimm; die Ratten frassen nicht nur Schoggi sondern verfrassen auch die Zelte.

Im Herbst fand wieder ein Elternaben mit dem Blauring zusammen statt, gezeigt wurde auch ein Lagerfilm von Peter Gumann. Drei Fähnli nahmen im Oktober am Urner OL teil. Im gleichen Monat luden wir alle Eltern und Behördenmitglieder zu einem Pfadischautag ins Loch ein, wo wir etwas vom Pfadileben zeigten: Seilbrücken, Kochstellen, selbstgefertigte Barren, Zelte und anderes. Im November bastelten wir Krippen. Am 14. Dezember wollten wir sie nach der Sonntagsmesse verkaufen. Leider wurde vergessen, das Vorhaben anzukünden, so sind die Krippen jetzt noch zuoberst im Turm.

1970

Bereits am 2. Januar 1970 organisierten Otti Arnold, Markus Gisler und Josef Schuler einen Jungvennerkurs in Aesch. Eindrucksvoll war das Lagerfeuer im Schnee, und zumindest Markus erinnert sich sicher noch seine Qualen während der Nachübung. Im Februar und Mai organisierten die Ex-Venner einen Tanzkurs; Tanzlehrer war Telli Wisi. Gruppenführer vom Januar 1970 an waren: F.X. Schuler und Josef Trachsel (Fuchs); Othmar Herzog und Heiri Bissig (Spatz); Erich Herger und Beat Arnold (Pinguin); Seppätoni Planzer und Werni Gisler (Hirsch). Im Mai verbrachten die Führer und Venner ein erlebnisreiches Pfingstlager; Markus entpuppte sich damals als währschafter Lagerkoch, Josef hatte die Verantwortung für das Ausbildungsprogramm.

Am 13. Juli fuhren die Pfader ins Wallis, das Lager stand bevor. In Binn wurden sofort die Zelte aufgestellt. Die Leiter und Pfader richteten das Materialzelt auf. Markus war als Lagerkoch richtig in seinem Element. In dieser Zeit wurde das Ganderhorn und das Eggishorn bezwungen. Nach einigen Tagen verlegten wir den Lagerplatz ins Fieschertal, zirka 20 km von Binn entfernt.

Am Besuchssonntag wollten wir das Mittagessen mit einem Puddingfrass abschliessen, doch eine ausländische Jugendgruppe hatte uns mehr als die Hälfte des Puddings weggegessen. Am Schluss sagten alle 16 Lagerteilnehmer, dass sie ein Superlager 1970 erlebt hätten. Im Herbst fand der Urner Kantonaltag in Schattdorf statt. Ein Pfadi-Blauring-Elternabend (mit Peters Lagerfilm) gehörte unter anderem zum Herbstprogramm.

1971

Zum zweitenmal führten Markus und Josef vom 3. bis 5. Januar 1971 in Aesch ein Jungvenner und Vennerlager durch. Dort wurde auch ein Interessengruppenprogramm vorbereitet. Besonders gut lief der Kurs «Ton» von Peter Gumann, ebenso gefragt waren die Chemieexperimente von Häbi Schuler. Zusätzlich fand noch ein Elektronikkurs mit Toni Arnold und Solo Herzog und ein Kurs Skifahren mit Coco Schuler statt.Am 22. Februar luden wir die Bürgler Jugend zu einem Kinderfasnachtsball mit Tanz und Unterhaltungsspielen ein. Unsere unternehmungslustigen Jungvenner bauten im April und Mai eine Hütte im Schild. Mit einem Kinderfest am 23. Mai konnten wir unsere Kasse etwas speisen. Weitere Aktionen: Frühlingsinteressen-Gruppen, Filmnachtag, Papiersammlung, Dia-Abend, Jungpfader-Kandidatenaufnahme.

Vom 18. bis 30. Juli verbrachten 12 Pfader mit den Leitern Josef Schuler, Toni Arnold, Peter Walker, Wisi Aschwanden und dem Präses Josef Suter ein herrliches Lager in Breil/Brigels. In der Küche hatte Kusi Verstärkung durch Vreni Kappeler bekommen. Das Küchenzelt wurde mit Militärblachen aufgebaut. Drei Fähnli hatten sich einfallen lassen: Das Fähnli «Saturn» von Beat Arnold und Joe Arnold hatte vor seinem Zelt einen Saturn mit Ring angebracht. Die Gruppe «Tiger» mit Werner und Bruno Gisler schnitzte einen Tiger ins Holz. «Inka» hiess die dritte Gruppe von Seppätoni Planzer und Hugo Loth. Sie hatten ein Totem aus Holz gemacht. Auch erwähneneswert sind die Siege im Fussball gegen die Winterthurer und Zuger Pfader, auch die Ritterspiele mit den Blauringmädchen auf der Jörgenburg, eine Mutprobe für die Jungpfader, die Aussetzung und eine Rettungsaktion: man musste einen Geisshirten retten. Auch wurde mittels einer Notstromanlage ein Film vorgeführt. Noch in Stichworten das Herbstprogramm: Fähnliübungen, Papiersammlung, Elternabend mit Peters Lagerfilm, die Produktion «Wilhelm Tell» (Werner Gisler spielte den Tell und Marco Abadessa seine Frau). Auch wurde das Lagerlied «Gitz-git-gäbi» gesungen. Das Jahr beendeten wir mit einer Weihnachtsfeier im «Loch».

1972

Mit einem Abteilungsfestchen begann das neue Jahr 1972. Unsere Venner organisierten am 14. Februar wiederum den Güdelmontags-Jugendball; es spielte das «Pfaditrio», Pfarrhelfer Josef Suter am Bass, Coco Handorgel und Bruno Styger Klarinette. Ende Februar wurden die Rollen für das Kriminalspiel «James Bond in Bürglen» verteilt. Coco spielte den James Bond, Marco Abadessa den Gehilfen; weitere Rollen hatten Rosli Gisler, Markus Gisler, Werner Gisler, Seppätoni Planzer und Erich Herger. „XY-Ungelöst“, so hiess das Motto einer Artikelserie von Pfarrhelfer Josef Suter im UW und der GP. Damit wurde das Volk auf den Pfadiknüller vom 14. bis 16. April vorbereitet. Die Aufgabe des „Mister Bond“ bestand darin die Pläne der Gemeinde-WC-Anlage zu suchen. Das Kriminalspiel stand unter der Regie von Wisi Telli. Diese Veranstaltung (mit Tanz- und Festwirtschaftsbetrieb) wurde ein Erfolg, war ein finanzieller Erfolg. Geld erhielt die Pfadi auch durch die Papiersammlungen. So konnte Markus Gisler für das Sommerlager 1973 ein grosses Aufenthaltszelt (mit der bewährten Rohrkonstruktion) bestellen. Über Pfingsten verbrachte die Gruppe «Rolys» mit Gilbert Gisler ein Fähnlilager in Engelberg. Vom 3. bis 14. Juli 1972 verbrachten bereits 33 Teilnehmer – unter Leitung von Josef Suter, Toni Arnold, Josef Schuler, Markus Gisler und dem Trio Solo Herzog, Riki Herger und Coco Schuler – zwei rassige, spannende, geheimnisvolle aber sehr schöne Ferienwochen in Augio im Calancatal. Einige Erlebnisse dieses Lagers kommen im Lied „Räuber im Calancatal“ bestens zum Ausdruck. Das Lager stand im Zeichen der Fussball-WM: Jede Gruppe kam mit einem fähnlieigenen Dress: Die Mannschaft USA leiteten Beat und Joe Arnold, jene der BRD Hugo Loth und Zachi Aschwanden; Hansueli Imholz und Jöggel Gisler betreuten die Schweiz, Klaus Schuler und Beat Herger die Mannschaft England. Natürlich siegte die Schweizer Mannschaft. Im Lager hatten wir auch einen guten Detektiv, Benno; leider brach es sich im Einsatz einen Arm. Das Rätsel des orangefarbenen Panther-VW konnten wir bis Ende des Lager nicht lösen.

1973

Vom 9. bis 11. Juni 1973 fand in Engelberg ein Pfingstlager für Führer statt. Fast alle Führer begaben sich mit dem Velo oder Töffli nach Engelberg. (z.T. auf der Autobahn). Die Führerfortbildung wurde intensiv gepflegt, ebenso das gemütliche Beisammensein.

Das Sommerlager 1973 fand im Flumser Grossberg statt. Präses Josef Suter fand vorgängig einen sehr hübschen und holzreichen Lagerplatz. 7 Führer, 23 Pfader und Venner kamen in diesen 14 Tagen mit Erlebnissen nicht zu kurz; ein 18 m hoher 3-Pfahlturm wurde gebaut, der Bach gestaut, ein Zirkusunterhaltungsprogramm einstudiert und anderes mehr.

1974

Am 23. März 1974 fand auf dem Biel der Kantonale Pfadiskitag statt. Wir Bürgler mussten unseren Wanderpreis verteidigen. In der Kategorie Pfader belegte Hansueli Imholz den 1. Rang; Tino Planzer den 3. , Joe Arnold den 6. und Klaus Schuler den 10. Rang. In der Kategorie Führer Wurde Walti Schuler Erster; Coco belegte den 2., Josef Trachsel den 3. und Solo den 4. Rang. Beide Wanderpreise trugen wir freudig heim und feierten den Sieg noch im Restaurant Brügg.

Vom 17. bis 30. Juli 1974 weilten die Bürgler Pfader in Bürchen/Zeneggen, Kanton Wallis. Bereits am frühen Morgen des 15. Juli donnerte die Küchenmannschaft mit Schmal, J. Trachsel, B. Arnold, B. Herger und Kusi Gisler in Richtung Zeneggen los. Zwei Tage später, als 40 Pfader und Venner – 10 Führer waren schon da – einmarschierten, war das Aufenthaltszelt bereits eingerichtet. An Aktivitäten fehlte es im Lager nicht. Es wurde ausgiebig Fussball gespielt. Der absolute Höhepunkt war der Rugby-Match bei Mondschein. Natürlich fehlte das legendäre Stäkämättlä auch nicht. Als Gruppenleiter waren Ruedi Schuler und Walter Arnold tätig. Auch fehlte ein Lagerlied nicht. Hier ein Müsterchen: „Der Kusi git versteert und süürä ä Katästrophämäldig durä; d`Zircher heiget a dr Chuchi Chellä Chollera und Salmonellä“

1975

Am 6. und 7. Juni 1975 organisierten wir zusammen mit dem Blauring ein grosses Kinderfest, mit Pfeilbogen schiessen, Schaukeln, Ringwerfen, Fischen, Kasperlitheater Musik und Tanz.

Das Sommerlager 1975 fand vom 30. bis 12. Juli in Domat-Ems statt. Das Wetter war uns leider nicht hold. Darum verbrachten wir zwei Zeltwoche unter Motto „Seepiraten“. Eine Weltpremiere war die Freiluftlatrine (fünf Meter ab Boden). Einige mutige Führer versuchten, mit der Luftmatratze den Rhein zubezwingen, was auch gelang. Ein tolles Erlebnis war auch das Fussballturnier gegen die Pfadi Thun, das wir in fast allen Kategorien für uns entschieden. Natürlich kam auch das gemütliche Zusammensein nicht zu kurz. Am 19. September trafen sich die Führer im Isenthal zu einer Lagerbesprechung. Das Treffen diente dazu, Lehren aus dem vergangenen Sommerlager zu ziehen.

1976

Bei einem Pfingstweekend in Aesch bereiteten sich die Führer, Venner und Jungvenner auf das Sommerlager 1976 in Susten vor.

Das Sommerlager in Susten-Leuk fand vom 12. bis 25. Juli 1976 statt. Einige Führer am Freitag, 9. Juli, über die nebelgehüllte Furka ins Wallis. Am Samstagmorgen trafen die restlichen Führer ein, und es wurde mit dem Bau des grossen Küchenzeltes begonnen; eine neue Konstruktion kam zum Zuge. Am Montagnachmittag traf eine Horde von 50 Pfadern ein. Der Originallagerbericht von Joe Arnold erscheint unter diesem Link.

Am 17. November 1976 fand aus Anlass des 40-Jahr-Jubiläum ein Pfadi-Unterhaltungsabend statt. Aus dem Programm: ein Pfadiliederstrauss, humorvolle Lagerdiashow, Lochmäxis Schnitzelbank (Urtext mit 101 Strophen). Es informierte ein Jubiläumsharschhorn über die Pfadi Bürglen, und mit einer Fotoausstellung wurden die vierzig Bürgler Pfadijahre dargestellt. Zu Beginn des 2. Teils orientierte Josef Schuler die Eltern über die Zielsetzungen unserer Jugendorganisation, über die Aktivitäten im Winter und im Frühling, über die finanziellen Probleme der Pfadiabteilung und über die Notwendigkeit eines Pfadilokals. Hinter den Kulissen fieberten unsere Schauspieler ihrem Auftritt entgegen; sie führten das Drama „Blutige Nächte“ auf.

1977

Das Sommerlager 1977 in Ayent Kanton Wallis, fand vom 11. bis 22. Juli statt und stand unter dem Motto „Asterix“. Wir waren anfangs etwas skeptisch, doch das Sommerlager war wiederum ein grosser Erfolg. Es war ein Kantonallager, doch wir waren nicht zu stark eingeengt und konnten unser eigenes Lagerprogram bestens durchführen. Zum guten Gelingen dieses Lagers trugen vorallem das herrliche Wetter, der schöne Lagerplatz und ein vielseitiges Program bei, nicht zu vergessen das hervorragende Führerklima. Besonders erwähnenswert ist sicher der Kontakt mit den Dänen: als Zeichen der Kameradschaft wurden viele Krawatten getauscht, so dass wir ein recht buntes Krawattensortiment besitzen. Am 3. November 1977 wurde ein Pfadiabend durchgeführt. Wie es sich gehört, wurden zuerst einige Pfadilieder gesungen. Unsere bewährten Theaterleute, das erste Mal mit Unterstützung von Mädchen, spielten einige Sketchs. Ein noch-nicht. Pfader, Robi Annen, hatte die Leitung der Theatergruppe übernommen. Über das Jahr verteilt lief ein Interessengruppen-Programm mit verschiedenen Themen, zB. Elektronik-Experimente mit Klaus Schuler.

1978

Am 18. und 19. März 1978 führten wir wiederum ein Skiweekend auf dem Biel durch. Nach dem Einnisten im Skihaus führten wir trotz Nebels und Scheefalls ein Plauschskirennen durch, welches auch gleichzeitig die erste Disziplin unseres Weekend-cups war. Nach dem Abendessen kamen weitere Spiele an die Reihe: Quiz, Schätzspiele, Theater, Ringwerfen, schliesslich wurde der Spielabend mit einer anstrengenden Liegestütz-Übung beendet. Bei Kaffee und Güetsli erholten wir uns von den Strapazen; um 23.00 Uhr war Nachtruhe. Am Sonntag konnten wir, nachdem wir gemeinsam die Messe besucht hatten, den ganzen Tag frei Schifahren.

Unser Zigeuenercamp 1978 stellten wir in Olivone im Bleniotal auf. Am Freitagabend begann für die 11-köpfige Vorlagerequipe das Lager. Sie bereitete am Samstag und Sonntag trotz des Regens den Lagerplatz vor. Beim ersten Lagerfeuer wurden unsere Lager-Greenhorns nach einem Schüttelparcours auf den Armen aller Pfader in die Mitte der Zigeuenersippe aufgenommen. Ein weiterer Höhepunkt war die Wanderung zur mächtigen Staumauer des Lago Luzzone. Die Nacht verbrachten wir in einem romantischen, abgelegenen Tessiner Weiler. Um Mitternacht störten schreiende und scheppernde Geister unsere Ruhe. Die entsprechende Stimmung war zuvor am Lagerfeuer mit Gespenstergeschichten aus dem Tal angeheizt worden. Wieder ein Höhepunkt war der Besuchstag. Die Eltern feierten mit uns die heilige Messe, die von Pfarrhelfer Josef Suter, den Rovern und Pionieren gestaltet wurde. Die Theatergruppe verschönerte den Nachmittag mit Szenen aus dem Leben der Zigeuner; sie brachte das Publikum zum Lachen. Am selben Abend fanden die hitzigen Wahlen für die Pfadiregierung vom Montag statt. Urs Bissig wurde zum Tageschef gewählt. Das Komitee gestaltete einen unterhaltsamen Tag mit Burgenbau und Fähnlimatchs. Der Kampf um den stärksten und schnellsten Pfader musste aus Witterungsgründen leider abgebrochen werden. Die im Verlaufe des Tages von den Fähnli vorbereitete Show brachte am Abend eine Bombenstimmung in das Zelt. Die 50 Pfader kehrten nach erlebnisreichen Tagen „gsund und gfräsig, dräckig und zfridä“ heim.

Am 8. September 1978 reiste unser Präses Josef Suter als Missionar nach Kolumbien. Pfarrhelfer Josef Suter hatte in den vergangenen 10 Jahren viel zur Gestaltung unserer Abteilung beigetragen.

Am 17. Juli war es dann soweit: das neue Pfadilokal konnte bezogen werden. In unzähligen Frondienststunden war das Lokal fertiggestellt worden. Zu diesem Anlass hatte die Pfadi auch ein Theater einstudiert: „Der Meisterdieb“.

1979

Das Sommerlager 1979 fand in Andeer, Kanton Graubünden, statt. Um angenehmer ruhen zu können, wurde Stroh herbeigeschafft und wie! Das Transportproblem löste jeder auf seine Weise! Die Konstruktion für das grosse Aufenthaltszelt (mit Küche) wurde von Urs Herger wieder neu durchdacht und in Andeer auch ausprobiert. Alles stimmte bestens. Zur Dokumentation, das Tagesprogramm vom Mittwoch, 4. Juni 1979: um 07.30 Uhr weckte uns Joe aus tiefstem Schlaf. Halbwach standen wir auf und gingen „ufs Zmorget “ los. Es gab immer guten Kakao oder Milchkaffee und grosse „Doppeldecker“. Nach dem Morgenessen verkündete uns Joe das Morgenprogramm, das um 9.00 Uhr begann. Die Rover mussten eine Seilbrücke über den „Hinterweiher“ spannen. Die Fähnli mit ihren Leitern mussten den Ort auskundschaften. Hans erkundigte sich zusammen mit den „Wambels“ über Kirchen- und Religionsgeschichte. Mit dem Schulwesen in Andeer beschäftigte sich Klaus und seine „Barbapapas“. Joe und die „Schlümpfe“ sammelten Angaben über die Geschichte des Ortes und Sagen in Beziehung mit dem San-Bernhardino-Pass. Seppätoni und die Muppets interessierten sich für das Handwerk in Andeer. Hugo und die „Katzenpiraten“ befragten die Einwohner über Burgen und Sagen. Urs und die Pioniere holten Erkundigungen über die Bearbeitung des Rotfluhgranits ein. Bis zum Mittagessen wurden mit einigen Problemen und nassen Socken auch die Seilbrücke fertig erstellt. Nach der Siesta wurde das Programm mit Samariter- und Knotenkunde weitergeführt. Da Pöggy und Mundi nicht pünktlich um 18.00 Uhr zum Znacht erschienen, mussten sie je 20 Liegestütze machen. Um 20.00 Uhr versammelten wir uns ums Lagerfeuer. Die Pfader berichteten über ihr Erkundigungen. Zwischendurch wurden Lagerlieder angestimmt. Um 22.00 Uhr war Nachtruhe. Die Lagerwanderung führte zum Bergsee Lai Ner. Das Wasser war ganz dunkel. Einige versuchten es mit Schwimmen. «Uf der wandrig ob Andeer gits ä See namens Lai Ner. Dert i derä Gillä obä dents sich äs paar Pfader lobä, heigets sie doch , ohni Säich, Badet näbä Frosch und Läich.»

Im Frühling 1979 wurde in Bürglen die erste Wölfligruppe gebildet. Das Rudel bestand aus 12 Jungwölfe in die Pfadfindergruppe aufgenommen. Die ganze Abteilung marschierte an Weihnachten mit Fackeln ins Riedertal. In der Kapelle feierten wir mit Pfarrhelfer Hans Wicki einen Gottesdienst. Im Pfadilokal gab es dann Guetzli, Kuchen und Kaffee.

1980

Am Schmutzigen Donnerstag vom 14. Februar 1980 nahmen einige Pfader am Morgästreich teil. Am 14. und 15. März fand auf dem Biel ein Skiweekend statt. Auszug aus aus der Rangliste des Geschicklichkeitswettkampfes: 1. Kurt Gwerder/Erich Aeschlimann, 2. Andy Ettlin/Patrik Gisler, 3. Othmar Arnold/Fritz Aeschlimann.  Das Sommerlager fand vom 29. Juni bis 12. Juli in Noiairague im Kanton Neuenburg statt. Das Lagermotto hiess: Indianer. Trotz des schlechten Wetters – 2 Wochen Regen – war die Stimmung gut. Wir hatten auch wieder Glück, dass es keine Unfälle und schwere Krankheiten gab. Am 21. September 1980 begaben sich 30 wanderfreudige Pfader, Führer und Eltern zum Postauto, das auf den Urnerboden fuhr. Die Herbstwanderung führte entlang den Gemsfairen auf den Fisetengrat Im Oktober konnten die ältesten Wölfi in de Pfadi übertreten. Am Sonntag, 21. Dezember 1980, wurde im Riedertal die Waldweihnacht gefeiert.

1981

Am 24. Januar 1981 konnten wir endlich, nach etlichen Proben, unser Unterhaltungsabend-Programm zum besten geben. Das Motto des Abends war «Fernsehen» und führte durch einen ganz gewöhnlichen Fernsehabend einer ganz gewöhnlichen Familie. Höhepunkte waren das Theater der Wölfe, die Diskussionsrunde über die Feldgasse, die Werbespots der Pfader.

Das Sommerlager 1981 fand bei herrlichstem Wetter in Bosco Gurin statt.

Aus verschiedenen Gründen nahmen Beat Arnold, Klaus Schuler, Joe Arnold, Beat Herger und Abteilungsleiter Seppätoni Planzer Abschied von der Pfadi. Die Neuaufnahme fand Ende September im Pfadilokal statt. Führer der Pfadi Bürglen waren 1982 aktiv bei der Gründung der Bürgler Guggenmusik «Schächenwäli Bärbäriens» dabei, so Jost Herger, Peter Epp, Hanspeter Aeschlimann, Pögy Mettler und Seppätoni Planzer. Die Guggenmusik hat sich später umbenannt und heisst jetzt «Tell Symphoniker».

1982

Am 19. Februar 1982 wurde im Pfadilokal für Führer und Venner (mit dabei auch viele «Pfadiesli») ein grosser Maskenball durchgeführt. Die Guggenmusik sorgte spät noch für Hochstimmung. Morgens um 5 Uhr traten rund 50 Pfader zum Morgästräich an. Die Pfader verbrachten ihr Sommerlager 1982 in Zeneggen. Das Sommerlager in Zeneggen stand unter dem Motto: «Völker». Beim Besuchstag herrschte ein riesiger Andrang. Die Küchenmannschaft versorgte in 45 Minuten 120 Personen. Ein Höhepunkt war auch die Fähnli-Fussball-WM. Es herrschte eine Hitze wie in Spanien. Weltmeister wurde die «Gallier». 1982 fand auch der 1. Grand-Prix «Wilhelm Tell » statt. Wölfe bastelten Karton-Autos zum Tragen und begaben sich auf die Strecke, auf der diverse Hindernisse eingebaut worden waren; verschiedene Aufgaben mussten erfolgreich gelöst werden. Anschliessend gab es ein «Siegesessen» mit Fruchtsalat. Noch im selben Jahr wurde eine neue Rovergruppe gebildet (zwei Betreuer und neun Rover) Am 4. Dezember 1982 konnte die Pfadi Bürglen ihr 45-jähriges Bestehen feiern. In der Kirche wurde von den Rovern ein Gottesdienst gestaltet. In der alten Turnhalle wurde eine Festwirtschaft eingerichtet. Es wurde ein Unterhaltungsabend-Programm geboten.

1983

Eine Woche nach Dreikönigen im Jahre 1983 trafen sich 25 Pfader und Führer auf dem Biel zum Skiweekend. Der Anlass wurde von den Rovern organisiert. In Rodels im Kanton Graubünden fand das Sommerlager 1983 statt. Unter dem Motto «Handwerker» ging es am 3. Juli los. Es wurde eine ganze Woche lang gemäss Motto nach Interessenprogramm gearbeitet. Am Besuchstag lautete das Thema: Sennenchilbi. Verschiedene Wettbewerbe (Seilziehen, Beedälä, Fahnenschwingen und vieles anderes mehr) wurden durchgeführt. Am 18. Dezember wurde eine Pfadi-Weihnachtsfeier abgehalten.

1984

Das Führerweekend fand am 28./29. Januar 1984 auf den Eggbergen statt. Zuerst wurden das Lagerprogramm 1984 und dann das Frühlingsprogramm ausgearbeitet. Zum Frühlingsprogramm gehörte beispielsweise Ende April die Autowaschaktion und am 26. Mai der Bazar. Am 11. März trafen wir uns auf dem Biel zum ersten Pfadiskirennen. Grosser Sieger in der Kategorie Pfader/Venner wurde René Deplazes, der auch Tagessieger wurde. In der Kategorie Rover/Führer gewann Abteilungsleiter Gregor Planzer. Das Sommerlager 1984 wurde in Visperterminen durchgeführt. Die Pfader wurden sicher von Walter Dürst ins Lager chauffiert. Entsprechend dem Motto «Ritter» machten die Pfader aus Zelten Burgen. Am 23. Dezember wurde wieder eine Waldweihnacht abgehalten.

1985

Die Führer trafen sich 13. und 14. April 1985 zum beinahe traditionellen Führerweekend, diesmal auf dem Haldi. Ziele des Weekends waren: Lagerprogramm 1985, aktuelle Pfadiprobleme und die Pflege der Kameradschaft. Vom 7. bis 20. Juli 1985 fand in Varen, Kanton Wallis, das Sommerlager statt. Es stand unter dem Motto «Dschungel» Das Dschungelprogramm beinhaltete in etwa: Lagereinrichtungen; der schönste «Guru» wurde gewählt; Dschungelmusical; Besuchstag im Dschungeldorf; die zweitägige Safari; Lagerabschluss. Am 14. Juni trafen sich 10 tapfere Venner, Rover und Führer zur dritten Gotthardwanderung: mit der Bahn nach Airolo und dann zu Fuss nach Hause. Des schlechten Wette wegen stiegen die Wanderleute völlig durchnässt in Göschenen in den Zug und fuhren heim. Die aufnahmeberechtigten Viertklässler wurden im Rahmen einer Werbeaktion während einer Schulstunde von einem Führer in Pfadiuniform, ausgerüstet mit diversem Pfadimaterial besucht. Dieser versuchte, das Interesse für unseren Jugendverein zu wecken. Am 9. Oktober konnten 13 Knaben in unseren Verein aufgenommen werden. Auch 1985 fand ein Waldweihnachtsfest statt: 30 Führer, Rover, Venner, Pfader und Wölfe trafen sich im Loch.